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Auch wenn es wahrscheinlich langsam langweilig wird, Jahr für Jahr wird die Performance von aktiv gemanagten Fonds mit der eines Vergleichsindex verglichen. Und Jahr für Jahr schaffen die meisten Fondsmanager es nicht ihre hohen Kosten durch überdurchschnittliche Performance zu rechtfertigen.

„S&P Dow Jones Indices“ hat die Ergebnisse für europäische Fonds, die in Euro gehandelt werden, veröffentlicht:  Über den Zeitraum der letzten fünf Jahre (also bereits nach dem Tiefpunkt des letzten großen Aktiencrash) haben Fonds, die in weltweite Aktien investieren, zu über 96% eine schlechtere Performance als der Vergleichsindex (S&P Global 1200) abgeliefert. Im besten Fall schnitten „nur“ 66% der Fondsmanager schlechter ab (bei deutschen Aktien).

Fonds-kategorie Vergleichs-index 1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre
Aktien Europa S&P Europe 350 76% 79% 74%
Aktien Welt S&P Global 1200 76% 94% 96%
Aktien Deutschland S&P Germany BMI 73% 66% 66%

(Quelle: S&P Indices Versus Active Funds (SPIVA®) Europe Scorecard, pdf)

Es gibt also eine Chance einen Fondsmanager zu erwischen, der eine Überperformance generiert. Sie ist nur nicht sehr hoch und wird über noch längere Zeiträume wahrscheinlich noch niedriger.

Genau so wenig spricht dieses Ergebnis dafür es selbst einmal mit Stockpicking und Markettiming zu versuchen. Wenn schon hoch bezahlte und hoch qualifizierte Menschen es zumeist nicht schaffen einen entsprechenden Vergleichsindex zu schlagen, warum sollte dann ein Privatanleger dazu in der Lage sein.

Viel wahrscheinlicher ist es seine Investment-Ziele zu erreichen, wenn man

  • kostengünstig investiert (zumeist in ETFs),
  • breit streut (zumindest in weltweite Aktien und Staatsanleihen)
  • regelmäßiges Rebalancing durchführt.

Zum Weiterlesen:
S&P-Studie: Aktive Fonds hinken dem Index in jeder Kategorie hinterher (fondsprofessionell.at)
Aktiv gemanagte Fonds oder ETFs – welche Anlageform eignet sich am besten (ipanema-capital.com)

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