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Das Jahr 2015 hat bei conda etwas verhalten begonnen, denn die damals laufenden Projekte kamen nicht so richtig vom Fleck. Eine Ausnahme stellte „Surf’n’Fries„, das Pommes-Franchise aus Kroatien, dar, als es in nur zehn Tagen die Fundingschwelle von € 50.000,– überschritten hatte.

Richtiger Schwung kam aber erst mit dem Auftritt von Julian Juen mit seinem Hangover-Drink Kaahee in der zweiten Staffel der Start-up-Show von Puls4 „2 Minuten 2 Millionen“ auf. Die Investoren der Sendung wie z.B. Hans-Peter Haselsteiner sind mit insgesamt € 250.000,– eingestiegen. In der darauffolgenden Crowdfunding-Phase auf conda.at konnten in 12 Tagen € 249.900,– von 300 Investoren eingesammelt werden. Mit der dadurch entstandenen Publicity nahmen auch die Investitionen in andere Projekte zu.

Ich habe seit Anfang 2015 in folgende Projekte investiert:

Mein Crowdinvesting-Portfolio ist somit auf elf Unternehmen angewachsen. Zur Zeit kann in crowdpatent.com, magnetische Möbel, einen Handvenen-Scanner und in einen Laufschuhstore investiert werden.

Es gab aber nicht nur Erfolgsmeldungen aus der österreichischen Crowdinvesting-Szene. So ist mit Woodero das erste über die Crowd finanzierte Unternehem in die Insolvenz geschlittert. Offenbar hat man die Absatzmöglichkeiten über- oder die Konkurrenz unterschätzt. Mittlerweile sind die Markenrechte von einem österreichischen Hersteller von Tablets mit Holzgehäuse aus der Konkursmasse herausgekauft worden. Ob die 175 Investoren von ihren € 166.000,– noch was zu sehen bekommen, muss sich erst im Insolvenzverfahren herausstellen.

Probleme gibt es auch bei meinem ersten Crowdinvestment bei conda. Das Burgerlokal „Masta Georg“ (damals Burgermaster) hat bei seinem zweiten Standort in Wien mit zu niedriger Kundenfrequenz zu kämpfen. Außerdem sind aufgrund des unfreiwilligen Marken-Relauches unerwartete Kosten entstanden. Nun wird ein Sanierungsplan mit einer Mindestquote von 20% angestrebt,  von der aber die über ein Substanzgenussrecht beteiligten Crowdinvestoren nicht betroffen wären. Allerdings ist vorerst nicht mit der jährlichen Gewinnausschüttung von 4% zu rechnen.

Ebenfalls unerfreulich war, dass Crystalsol – ein Hersteller von flexiblen Solarzellen – sich entschieden hat das Geld der Crowd (und von mir) nicht anzunehmen, da man für die weitere Expansion einen Großinvestor gefunden hat, der aber (verständlicher Weise) nicht mit der üblichen Veröffentlichung des Unternehmensverlaufes einverstanden war.

Dass nicht alle Projekte uneingeschränkt erfolgreich sein werden, war natürlich zu erwarten. Ein Investment in ein Start-up hat ein hohes Risikopotential, das auch mit einem Totalverlust enden kann.

Zum Weiterlesen:
Crowdinvesting: warum, wie viel und in wen ich investiere (der-privatanleger.de)
Heuer schon 3,3 Millionen über Crowdinvesting gesammelt (salzburg.com)

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