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Der Dax und andere Aktienindizes haben schon wieder Höchststände erreicht. Als Grund wird in den Medien meistens die Geldschwemme der Notenbanken genannt, die – so die weitverbreitete Meinung – unweigerlich zu Preisblasen bei Aktien, Immobilien und anderen Sachwerten führen müssen. Das heißt aber nicht, dass die Aktienkurse nicht noch weiter steigen können. Immerhin liest man auch immer wieder, dass der gewöhnliche Anleger bei dieser – bereits sechs Jahre andauernden – Aktienrally nicht dabei ist (was auch das Desinteresse der deutschen und österreichischen Sparer an Aktien und Fonds zu bestätigen scheint). Bei einer richtigen Euphorie wagen sich zumeist auch die Kleinanleger (natürlich viel zu spät) wieder aufs Aktienparkett.

dax 12000

Was auch immer kommen mag, zu 100% sicher ist, dass die Aktienkurse entweder

  1. weiter steigen,
  2. stagnieren oder
  3. fallen werden.

Punkt 1 bereitet keine Kopfschmerzen, Punkt 2 wäre (auf kurze Sicht) verkraftbar und auf Punkt 3 sollte man vorbereitet sein. Da kann es nicht schaden einen Blick auf die Geschichte zu werfen und Schlüsse aus der letzten Finanzkrise zu ziehen (Quelle bzw. Inspiration: awealthofcommonsense.com):

  1. Panik ist keine Strategie: Ohne einen disziplinierten Plan ist man geradezu dazu verdammt bei einem Aktiencrash in Panik zu verfallen und zum schlechtest möglichen Kurs zu verkaufen.
  2. Märkte sind ziemlich sicher zyklisch: Nachdem es einmal bergauf gegangen ist, geht es nachher auch wieder bergab. Und dann wieder bergauf – „Boom and Bust“ eben (mit dem Vorteil, dass historisch betrachtet der langfristige Trend nach oben geht).
  3. Neid ist ein schlechter Ratgeber: Er verleitet dazu nach Lotteriescheinen zu suchen anstatt nach einem Investitionsplan, denn wir können es nicht leiden, wenn andere Menschen um uns herum das schnelle Geld machen.
  4. Die Herde versammelt sich immer zum falschen Zeitpunkt: In Aktien zu investieren, weil alle anderen gerade damit Geld machen (zumindest am Papier), ist keine gute Idee und wird wahrscheinlich dazu führen, dass man sich die Finger verbrennt. Man wird zur Überzeugung kommen, dass Aktienmärkte nur für Zocker sind, und Aktieninvestments für immer abschwören.

Für alle drei Szenarien ist man meiner Meinung nach mit einem langfristig orientierten, diversifizierten und kostengünstigen ETF-Portfolio, das man in regelmäßigen Abständen wieder an die persönliche Risikotoleranz anpasst (Rebalancing), am besten gerüstet. Voraussetzung ist, dass man seine Emotionen unter Kontrolle hat und den vorbereiteten Plan durchzieht – komme was wolle.

Zum Weiterlesen:
Dax bei 12.000 Punkten: Aktien – jetzt erst recht! (spiegel.de)
Die Angst vor der Aktienblase (faz.net, Stand Dax: 7.833, 3.2.2013)

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