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Sollte an den Börsen dieser Welt irgendwo bereits wieder eine Aktieneuphorie ausgebrochen sein, so ist diese bisher nicht bei Herr und Frau Österreich angekommen. Denn auf die Frage „Abgesehen davon wie Sie selbst gerade sparen oder Geld anlegen, welche dieser Möglichkeiten, Geld zu sparen oder anzulegen, halten Sie derzeit für besonders interessant?“ antworten immer noch mehr Personen mit „zuhause sparen“ als mit „Investmentfonds“ oder „Aktien“. Seit 2009 waren Wertpapiere und Aktien nur einmal im Jahr 2011 – und das nur knapp – nicht die unbeliebtesten Anlageformen. Unangefochten an der Spitze rangiert nach wie vor der Bausparer, gefolgt vom Sparbuch. Gold war zu Höchstpreisen im Jahr 2012 am interessantesten. Von breiter Streuung (Diversifikation), „antizyklisch kaufen“ und geringer Korrelation hat man hierzulande wohl noch nichts gehört.

„Als Gründe für die schwindende Begeisterung für jedwede Sparform sieht Ursula Swoboda, Leiterin von GfK Austria Financial Services, das aktuell niedrige Zinsniveau sowie „Wissensdefizite“. Speziell bei Aktien und Anleihen werde die eigene Kompetenz als mangelhaft gesehen.“ (Quelle: diepresse.com)

anlagebarometer 3:2014

(Quelle: GfK)

Den Aufschwung der Weltbörsen, der ein halbes Jahr nach dem Kollaps von Lehman Brothers begonnen hat, hat Österreich also versäumt. Bleibt nur zu hoffen, dass sie nicht zu investieren beginnen, wenn neue Höchststände erreicht werden, um dann entnervt beim nächsten Abschwung wieder zu verkaufen.

Die Alternative wäre ein langfristiges, weltweit gestreutes und an die persönliche Risikoneigung angepasstes Portfolio aus Aktien- und Staatsanleihen-ETFs, das regelmäßig an die ursprüngliche Aufteilung der Anlagenklassen angepasst wird (Rebalancing), egal was es an den Börsen gerade spielt.

Zum Weiterlesen:
Stimmungsbarometer 3. Quartal 2014 (gfk.com)
Umfrage: Keine einzige Anlageform kann überzeugen (diepresse.com)
Ich geb´s auf – Finanzwesir sein ist sinnlos (finanzwesir.com)

 

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