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Vor mehr als einem Jahr habe ich mich bei conda.at – einer österreichischen Crowdinvestingplattform – registriert. Nachdem beim ersten Projekt, das ich mitfinanzieren wollte, die Fundingschwelle nicht erreicht wurde, hatte ich bei meinen nachfolgenden Investitionen mehr Glück, sodass ich nun an folgenden Unternehmen in Form von Genussrechten beteiligt bin:

Burgermasta

Logo-BurgermastaBurgermasta ist ein Restaurant-Konzept für Burgerlokale. Das erste Restaurant wurde am 16. September 2014 in Wien, Währingerstraße 33, im Beisein von Wiens Bürgermeister Michael Häupl sowie den Bürgermeistern von St. Pölten und Traismauer feierlich eröffnet. Ein zweites Lokal ist derzeit in Arbeit. Ich muss gestehen, dass ich selbst noch nicht dort war, aber freundlicherweise wurde den 107 Investoren, die fast € 125.000,– zur Verfügung gestellt haben, jeweils ein Getränkegutschein übermittelt, den ich demnächst in Anspruch nehmen werde.

all i need

all_i_need_glasflasche_lamg_rgball i need ist ein Erfrischungsgetränk auf Grünteebasis, dessen Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau stammen und das mit dem Fairtrade-Siegel zertifiziert wurde. Dementsprechend ist es mit einem Preis von € 1,39 pro 250ml (z.B. bei Billa, Spar, etc.) nicht gerade billig, aber geschmacklich seinen Preis wert. Ich nehme an, die 250 Investoren, die nicht ganz € 200.000,– in das Unternehmen gesteckt haben, sehen das auch so.

NIXE Low-Carb Bier

1-NIXE_Bottle_front_RGB_03-2013NIXE Extra Dry ist das erste Low-Carb Bier Österreichs, das mit 75% weniger Kohlenhydraten und 30% weniger Kalorien als herkömmliche Biersorten überzeugen will. Mittlerweile haben sie auch einen Low-Carb Radler auf den Markt gebracht. Meine Investition gemeinsam mit 90 anderen hat es in der bereits zweiten Investitionsrunde auf rd. € 100.000,– gebracht. Ich habe das Bier leider noch nicht testen können, aber Österreichs Bierpapst Konrad Seidl hat es bereits zum Bier der Woche gekürt.

Ob meine Investitionen ein Erfolg werden, lässt sich jetzt noch nicht abschätzen (die Investition ist grundsätzlich auf 10 Jahre ausgelegt, ein vorzeitiger Verkauf soll aber möglich sein). Mein Problem derzeit ist meine geringe Streuung der Investitionen. Bei Ausfall eines einzigen Unternehmens gehen 33% meiner (zum Glück geringen) Investitonssumme den Bach hinunter. Wenn man die Erkenntnisse der p2p-Privatkreditvergabe auf das crowdfunding umlegt, müsste man in zumindest 100 verschiedene Unternehmen investieren, um das Risiko eines Totalausfalls eines einzelnen Unternehmens zu minimieren. Bei einem Mindestinvestitionsbetrag von € 100,– ergäbe das eine Gesamtinvestition von € 10.000,–. Allerdings komme ich innerhalb der ersten zwei Jahre zusammen mit den anderen beiden bekannten österreichischen Plattformen (1000×1000.at, greenrocket.com) insgesamt auf nur 20 erfolgreich umgesetzte Projekte.

International tut sich da einiges mehr. So versucht z.B. gerade das englische Formel-1-Team Caterham auf der englischen Plattform crowdcube.com, auf der bisher 158 Unternehmen finanziert wurden, Geld für den Start in Abu Dhabi einzusammeln (allerdings handelt es sich in diesem Fall mehr um eine Spende als um ein Investment in den Rennstall).

Bei conda.at werden aber nach einem ruhigen Sommer wieder einige Projekte am Start sein:

Zum Weiterlesen:
Kann man ein Formel1-Team per Crowdfunding finanzieren? (crowdstreet.de)
Crowdinvesting: Sommelier Privé gibt auf (crowdfundbeat.de)
Crowdinvesting in Österreich (geldmarie.at)

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