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Ob man nun in Wertpapiere investiert oder in peer-to-peer-Kredite (von Privat zu Privat über eine Internetplattform), Streuung (Diversifikation) ist der Weg zum Erfolg (oder zu mindestens nicht der Weg ins sichere Desaster), da sich dadurch das Rendite/Risiko-Verhältnis verbessert. Weder beim Investieren in Wertpapiere noch bei p2p-Krediten sollte man seine Eier nur in ein Nest legen.

Bei Wertpapieren sollte man

  1. in verschiedene Anlageklassen (z.B. Aktien, Anleihen, Rohstoffe),
  2. innerhalb der Anlageklassen in möglichst viele Papiere verschiedener Unternehmen verschiedener Branchen bzw. in unterschiedliche Rohstoffe und
  3. möglichst weltweit gestreut investieren.

Am einfachsten geht das mit ETFs auf die gängigsten Indizes.

Bei p2p-Krediten ist es nicht viel anders:

  1. in verschiedene Kreditarten (Privat, Unternehmen)
  2. in verschiedene Bonitätsstufen
  3. auf verschiedenen Kreditplattformen
  4. in Schuldner aus verschiedener Länder

Ich selbst investiere über die Plattform Bondora, wobei die Streuungsmöglichkeiten etwas eingeschränkt sind. Darlehen werden nur an Privatpersonen vergeben und können derzeit nur von Personen aus Estland, Finnland, Spanien und der Slowakei beantragt werden. Ich habe innerhalb von ca. acht Monaten ein Portfolio von rund 110 Darlehensanteilen aufgebaut.

Ein sehr interessanten Beitrag auf lending-school.de (P2P-Strategie #1: Warum Diversifikation sinnvoll ist) kommt zu folgendem Fazit: „Diversifikation ist wichtig und sinnvoll, wenn man auf Kreditmarktplätzen gute Renditen erzielen will. Grundsätzlich empfiehlt sich ein Portfolio aus mindestens 100 Kreditprojekten, wobei die Anlagesumme gleichmäßig verteilt sein sollte. Mit zunehmender Diversifikation, sinkt die Volatilität der eigenen Rendite. Je mehr Projekte man im Portfolio hat, desto eher erreicht man die durchschnittliche Rendite eines Kreditmarktplatzes.“

Klingt logisch, denn bei 100 (gleichmäßig aufgeteilten) Kreditprojekten führt der Ausfall eines einzelnen zu einem maximalen Verlust von einem Prozent der Investitionssumme (im Normalfall eher weniger, da man nicht unbedingt damit rechnen muss, dass der Darlehensnehmer schon vor der ersten Rückzahlung ausfällt).

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