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Eine entscheidende Auswirkung auf den Erfolg eines Investmentportfolios haben – neben der tatsächlichen Wertentwicklung – die Kosten.

Welche Kosten gibt es da vor allem zu beachten:

  • Depotkosten
  • Transaktionskosten (für den Kauf von Wertpapieren)
  • Ausgabeaufschlag (Vertriebsprovision bei aktiv gemanagten Fonds)
  • Verwaltungs- bzw. Managementgebühren (für die Nachbildung eines Index bei ETFs bzw. die Auswahl der Wertpapiere in einem Fonds)
  • Performance Fees (manche Fonds verrechnen zusätzlich zu den Managementgebühren, einen Prozentsatz der positiven jährlichen Wertentwicklung)

Um die Kosten von ETFs und aktiven Fonds vergleichen zu können, sieht man sich am besten die Kennzahl „TER“ an (Total Expense Ratio, zu deutsch Gesamtkostenquote). Zusätzlich kann ein Blick in die „Wesentlichen Anlegerinformationen“, die es für jeden ETF und Fonds geben muss, auf den Punkt „Kosten“ nicht schaden.

Um zu veranschaulichen wie der Kostenunterschied zwischen ETFs und aktiven Fonds ausfallen kann, habe ich mein altes, relativ strategieloses Portfolio (aktive Fonds) mit einem beispielhaften passivem ETF-Portfolio verglichen:

Fonds TER % ETF TER %
Aktienfonds 1,80  17% Aktien-ETF 0,45 38%
Mischfonds 1,08  34%
Anleihenfonds 0,46  24% Anleihen-ETF 0,15 35%
Osteuropafonds 2,41    8% EM-ETF (1) 0,65 19%
Immofonds 1,28  17% REITs-ETF (2) 0,59   8%
Gesamt 1,19 100%   0,40 100% 

(1)…Emerging Markets (Aktien)
(2)…Real Estate Investment Trust

Die Differenz beträgt also 0,79% pro Jahr. Das klingt jetzt nicht nach viel, ist aber immerhin eine drei mal höhere Kostenbelastung. Bei einem Portfolio von z.B. € 50.000,- und einer angenommenen Wertentwicklung von 5% p.a. vor Kosten ergibt das so nach 20 Jahren eine Differenz von rd. € 17.300,- (30 Jahre: 39.200,-) – der Zinseszinseffekt machts möglich.

Zum Weiterlesen:
Teure Fonds sind oft die schlechteren (faz.net)

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