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In meinem Beitrag „Was Sie schon immer über ETFs wissen wollten,…“ habe ich erklärt was ETFs sind, was sie tun und welche man für eine langfristige passive Investmentstrategie braucht. Hier nun die versprochene Fortsetzung.

Welche Arten von ETFs gibt es?

ETFs können ein und den selben Index auf verschiedene Arten nachbilden (replizieren):

  1. vollständig:
    Alle Wertpapiere des Index sind auch im ETF enthalten (das ist was man eigentlich erwarten würde).
  2. optimiert:
    Nur ein repräsentativer Teil der Wertpapiere des Index ist tatsächlich im ETF enthalten (das spart Kosten, wird aber nicht exakt die Performance des Index liefern = größerer sogenannter Tracking Error).
  3. synthetisch:
    Im ETF sind andere Wertpapiere als im Index. Die Erträge des ETFs werden mittels eines Vertrages (SWAP) mit einem Vertragspartner getauscht, der die Performance des Index liefert (ist günstig und lagert das Risiko des Tracking Errors an den Vertragspartner aus). Nachteilig zu erwähnen ist das Risiko, dass der Vertragspartner seinen Verpflichtungen nicht nachkommt (Kontrahentenrisiko), welches aber gesetzlich auf 10% des ETF-Volumens beschränkt ist und zusätzlich durch eine Besicherung seitens des Vertragspartners reduziert werden kann. Der Vertragspartner ist oft die Investmentbank, das auch hinter der Fondsgesellschaft, die den ETF aufgelegt hat, steht.
    Wer es ganz genau wissen will, kann genaueres in einer Broschüre der Deutschen Bank nachlesen (pdf).

Was passiert mit den Dividenden?

Auch bei ETFs gibt es solche, die die Dividenden ausbezahlen (ausschütten), oder solche, die sie gleich wieder in den jeweiligen Index veranlagen (thesaurieren). Ich mag Ausschüttungen, auch wenn sie in der Ansparphase wahrscheinlich nicht viel Sinn machen.

Wer bietet ETFs an?

Die für Österreicher relevanten (und mir bekannten) ETF-Anbieter sind:

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