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Ich sag´s wie´s is: Ich mag Immobilien nicht. Aber wahrscheinlich liegt das nur daran, dass ich mir kein eigenes Haus und keine eigene Wohnung leisten kann, ohne einen Kredit aufzunehmen (zumindest nicht dort wo ich lebe). Eigentlich müsste das der Grund sein, warum auch der Großteil der Menschen Immobilien kritischer betrachten müsste. Denn eine Immobilie zum Großteil auf Kredit zu kaufen, bedeutet gehebelt zu investieren – oder übertrieben ausgedrückt, mit fremdem Geld zu spekulieren (nämlich darauf, dass die Preise nicht fallen). Denn sollte man in die unangenehme Lage kommen bei fallenden Immobilienpreisen verkaufen zu müssen, können sehr schnell die Eigenmittel aufgezehrt werden:

Beispiel:
Kaufsumme: 100.000,–
Nebenkosten: 10.000,–
Eigenmittel: 30.000,–
-> Kredit: 80.000,–

bei Wertverlust der Immobilie von 10%:
Verkaufspreis: 90.000,–
Kreditverpflichtung: 80.000,–
-> verbleiben: 10.000,–

Somit hätte man 20.000,– verbrannt bzw. 66% seiner Eigenmittel. In die andere Richtung bei Wertsteigerungen wirkt der Hebel natürlich auch, aber eine Garantie für Wertsteigerungen gibt es leider nicht.

Ich will niemanden davon abhalten, seine Traumimmobilie zu kaufen, man soll sich nur bewusst sein, was man tut.

Aus der Investitionsperspektive ist eine (Eigen-)Immobilie für Normalsterbliche jedenfalls keine optimale Veranlagung:

  1. Investition mit Hebel (erhöhte Chancen und Risiken)
  2. keine Streuung in verschiedene Anlageklassen (Diversifikation)

Allerdings kann es trotzdem ein erfolgreiches Investment sein, da:

  1. man zu Sparen gezwungen wird (ein Immobilien-Kredit ist wie ein Sparschwein, dass gefüllt werden muss. Die Bank besteht darauf. Man bekommt dafür zwar keine Zinsen, sondern zahlt dafür sogar welche, aber nach 25 Jahren hat man die Immobilie wahrscheinlich abbezahlt und es trifft hoffentlich 2. zu.)
  2. die Immobilienpreise vielleicht tatsächlich steigen – wenn man Glück hat (und wenn die Steigerung sogar noch die diversen Reparaturkosten übersteigt, hat man sogar einen Gewinn gemacht).

Sieben weitere zu bedenkende Punkte und ein erklärendes 6-Minuten-Video hat Holger vom zendepot.de aufbereitet:

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